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Kurdische Filmtage München 2026

Klang der Wurzeln, Bilder der Gegenwart

Die Kurdischen Filmtage München 2026 zeigen Spiel-, Dokumentar- und Kurzfilme auf Kurdisch mit deutschen und englischen Untertiteln. Im Fokus stehen Geschichte, Kultur und aktuelle Themen der kurdischen Gemeinschaft, insbesondere Identität, Freiheit und das Leben zwischen Herkunft und neuer Heimat. Auch traditionelle Ausdrucksformen wie Dengbêj-Musik und Tanz werden präsentiert. Die Filmtage bieten Raum für Austausch, Begegnung und neue Perspektiven – in der Heimat und der Diaspora.

Kurdische Filme

Die 4. Kurdischen Filmtage München 2026 präsentieren eine vielfältige Auswahl an Spiel-, Dokumentar- und Kurzfilmen in kurdischer Sprache mit deutschen und englischen Untertiteln. Im Mittelpunkt stehen Filme, die sich mit der Geschichte, Kultur und aktuellen gesellschaftlichen Themen der kurdischen Gemeinschaft auseinandersetzen.

 

Ein besonderer Fokus liegt auf Fragen von Identität und Freiheit sowie dem Spannungsfeld zwischen eigener kultureller Herkunft und der Kultur der Wahlheimat. Darüber hinaus werden traditionelle Ausdrucksformen wie die kurdische Dengbêj-Musik und kurdische Tanztraditionen hervorgehoben.

 

Die Kurdischen Filmtage München 2026 schaffen damit eine Plattform für Begegnung, Austausch und Diskussion über die vielfältigen Perspektiven, Geschichten und kulturellen Ausdrucksformen der kurdischen Gemeinschaft – sowohl in der Heimat als auch in der Diaspora.

Eröffnung und musikalischer Auftakt

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Unsere Filmeauswahl für die KFTM 2026

My Uncle Jens
My Uncle Jens von Brwa Vahabpour -Bild von Jørgen Klüver

2025

98 Min.

Kurdisch und Norwegisch mit englischen Untertiteln

Regie: Brwa Vahabpour

Drama, Komödie.

Fr 30.05.2025, 20:45 Uhr

       Tickets    

       Gasteig HP8 - Projektor

My Uncle Jens von Brwa Vahabpour - Bild: Jørgen Klüver

Akam, ein junger Literaturlehrer, führt in Oslo ein ruhiges Leben – bis sein entfremdeter Onkel Khdr aus dem iranischen Teil Kurdistans überraschend zu Besuch kommt. Trotz des begrenzten Platzes in seiner Wohngemeinschaft mit Freunden fühlt sich Akam verpflichtet, seinen Onkel für einige Tage bei sich aufzunehmen. Doch dieser richtet sich schnell häuslich ein und zeigt keinerlei Anzeichen, bald wieder abzureisen. Hin- und hergerissen zwischen familiärer Pflicht und den wachsenden Spannungen in der Wohnung beginnt Akam zu vermuten, dass hinter dem Besuch seines Onkels mehr steckt als nur eine beiläufige Reise. Es folgt eine Reihe von Enthüllungen und unerwarteten Ereignissen, die für beide lebensverändernde Konsequenzen haben könnten. 

Dokumentarfilmprogramm 

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Autonome Region Kurdistan

2021

22 Min.

Kurdisch mit englischen Untertiteln

Regie: Aram Hassan

Dokumentarfilm

Do 21.05.2026, 18:00 Uhr

       Tickets

       Gasteig HP8 - Projektor

My Uncle Jens von Brwa Vahabpour - Bild: Jørgen Klüver

In einer Region des Nahen Ostens, im östlichen und nördlichen Kurdistan, lebt eine Gemeinschaft, die einer eigenen Religion folgt und ihre Gebete sowie die Verehrung Gottes mit Hilfe der Tanbur vollzieht. Die Tanbur ist ein uraltes Musikinstrument, dessen Herstellung einem besonderen rituellen Prozess unterliegt. Yar spricht über die Anfertigung dieses Instruments und darüber, welche Rolle es in den religiösen Ritualen der Yarsan spielt.

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Bild: Veysi Dag

Der Dokumentarfilm „Roots: Jews of Kurdistan in Jerusalem“ ist der erste Film über die jüdische Gemeinschaft aus den kurdischen Regionen in Israel. Der Film beleuchtet die Geschichte der jüdischen Auswanderung aus den kurdischen Gebieten der Türkei, des Irak, des Iran und Syriens seit den 1950er-Jahren, ihren Siedlungs- und Integrationsprozess in Israel bis in die 1990er-Jahre sowie ihre heutige alltägliche Kulturproduktion in Jerusalem. Der Film zeigt insbesondere, wie Jüdinnen und Juden aus Kurdistan in Jerusalem kulturelle Elemente wie Essen, Tänze und Musik nutzen, um ihre Identitäten auszudrücken, sich mit ihren Wurzeln in Kurdistan zu verbinden und die erzählten Erinnerungen ihrer Vorfahren in Kurdistan lebendig werden zu lassen. Er dokumentiert die gelebten Erfahrungen und die heutige Lebensweise der Kurdistan-Juden in Jerusalem.

Israel, Deutschland, 2024

45 Min.

Kurdisch und Hebräisch mit englischen Untertiteln

Regie: Veysi Dag

Dokumentarfilm

Do 21.05.2026, 18:00 Uhr

       Tickets

       Gasteig HP8 - Projektor

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Wovon sollen wir träumen von Milena Aboyan & Constantin Hatz

An einer Lebensmittelausgabe kreuzen sich die Wege dreier Frauen. Laura ist seit Kurzem Freigängerin und sollte sich aus Konflikten heraushalten. Doch sie stellt sich schützend vor die Kurdin Evîn, die von einem Mann rassistisch beleidigt wird. Die Auseinandersetzung eskaliert, und Polizistin Julia kommt hinzu, um den Streit zu schlichten. Für einen kurzen Moment streifen sich die Schicksale der drei Frauen – ehe sie in getrennten Bahnen weitertreiben.

Deutschland 2026

108 Min.

Kurdisch und Deutsch mit englischen Untertiteln

Regie: Milena Aboyan, Constantin Hatz

Drama (FSK ab 12).

Do 21.05.2026, 20:00 Uhr

       Tickets

       Gasteig HP8 - Projektor

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The Tremor of Land and the Sound of Feet von Hamlet Ali

Diese Arbeit widmet sich dem Halperke (kurdischen Tanz) als einer ästhetisch reichen und einzigartigen kulturellen Ausdrucksform mit tief verwurzelter Geschichte. Diese besondere Tradition ist eng mit den Bewohnern der Zagros-Gebirgskette verbunden – dem kurdischen Volk, das sich aus zahlreichen Stämmen und Gemeinschaften zusammensetzt, die in den verschiedenen Regionen Kurdistans leben. Jede dieser Gruppen verfügt über ihre eigene, charakteristische Art, sich im Tanz und im Halperke auszudrücken.

2025

43 Min.

Kurdisch mit englischen Untertiteln

Regie: Halmat Ali, Dokumentarfilm.

Sa 23.05.2026, 16:00 Uhr

       Tickets

       Gasteig HP8 - Projektor

Dengbêjên Me_Ali Bagdu.jpg

2025

67 Min.

Kurdisch mit deutschen Untertiteln

Regie: Ali Bagdu

Dokumentarfilm

Sa 23.05.2026, 18:00 Uhr

       Tickets

       Gasteig HP8 - Projektor

Dengbêjên Me von Ali Bagdu

„Dengbêjên Me“ ist ein abendfüllender Dokumentarfilm, der die Stimmen, Geschichten und Melancholie der letzten Dengbêjs dieser Generation erzählt. Der Film widmet sich der mündlichen kurdischen Tradition, die von Generation zu Generation weitergegeben wurde, und wurde mit einem einfühlsamen, inneren Blick auf das Alltagsleben und die Erinnerungen der Dengbêjs in verschiedenen Städten und Dörfern gedreht. Die Dokumentation bewahrt nicht nur die Werke und Erinnerungen dieser Künstler, sondern zeugt zugleich vom fortwährenden Kampf um das Überleben dieses kulturellen Erbes, das heute vom Verschwinden bedroht ist. Durch Musik, Erzählung und Stille ist „Dengbêjên Me“ zugleich eine Hommage und ein Zeugnis. 

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The Dance of Ali and Zin von Mehmet Ali Konar

Die Geschichte spielt in einem kleinen kurdischen Dorf. Isas jüngerer Bruder wird ermordet und in seine Heimat zurückgebracht. Zwei Wochen nach der Beerdigung träumt seine Mutter Zîn davon, für ihren verstorbenen Sohn ein Hochzeitsfest auszurichten. Diese ungewöhnliche Vorstellung löst in ihr eine Vielzahl widersprüchlicher Gefühle aus – ebenso zwischen ihr, Isa und den übrigen Familienmitgliedern, die noch immer unter dem Trauma und der Trauer über den Verlust des Bruders leiden. Allmählich gerät die Familie in eine Grauzone ihrer Beziehungen. Die einfachen Menschen sehen sich plötzlich in einem psychologischen Minenfeld wieder, in dem sie zwischen Logik, gesellschaftlichen Normen, Emotionen und Irrationalität ringen.

2021

67 Min.

Kurdisch mit englischen Untertiteln

Regie: Mehmet Ali Konar

Spielfilm, Drama

Sa 23.05.2026, 20:00 Uhr

       Tickets

       Gasteig HP8 - Projektor

Dokumentarfilmprogramm 

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2024

21 Min.

Kurdisch und Türkisch mit deutschen Untertiteln

Regie: Selin Besili

Dokumentarfilm.

So 24.05.2026, 16:00 Uhr

       Tickets

       Gasteig HP8 - Projektor

Unser Name ist Ausländer von Selin Besili - Bild: Sara Čolić

Hêlîn, Sêlîn, Firat und Serhat sind Geschwister, aufgewachsen in einem Dorf in der Zentralschweiz. Aus ihrem Elternhaus tragen sie das Wohnzimmer in die Öffentlichkeit: Zuerst den bunten Teppich, dann das Sofa, schließlich den heißen Çay. Eine neue Geschichte entsteht, in der Wut und Widerständigkeit unbefangen neben Fremdsein und Ohnmacht Platz nehmen.

In the Heart of the Sun – Le Naw Dillî Xor da
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Autonome Region Kurdistan 2025

21 Min.

Kurdisch mit englischen Untertiteln

Regie: Karwan Omar und Hawta Omer Dokumentarfilm

So 24.05.2026, 16:00 Uhr

       Tickets

       Gasteig HP8 - Projektor

In the Heart of the Sun von Karwan Omar - Bild: Hawta Omer

In the Heart of the Sun begleitet den zeitgenössischen Tänzer Karwan Omar, der durch Tanz die Verbindung zwischen Natur, Bewegung und kultureller Identität erforscht. In einem Workshop vermittelt er seine von Alltag und Natur inspirierte choreografische Arbeitsweise. Nachdem er Südkurdistan verlassen musste, nutzt Karwan seine Kunst, um Kulturen zu verbinden, körperliche Freiheit zu suchen und Traditionen zu hinterfragen, die die menschliche Bewegung einschränken. Der Film zeigt zugleich die Herausforderungen eines kurdischen Tänzers und stellt diesen Weg als intensiven, transformierenden Prozess dar – vergleichbar mit dem Wirken in der Hitze der Sonne.

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2025

73 Min.

Kurdisch mit englischen Untertiteln

Regie: Hemen Khaledi

Dokumentarfilm

So 24.05.2026, 18:00 Uhr

       Tickets

       Gasteig HP8 - Projektor

Singing Wings von Hemen Khaledi

In einem kurdischen Dorf findet die 78-jährige Khadijeh einen verletzten Storch und versucht, ihn zu heilen, bevor sein Schwarm weiterzieht. Gleichzeitig sorgt sie sich um ihre Tochter, die nach Großbritannien auswandern möchte. Ihr fast 100-jähriger Ehemann Majid ist unzufrieden mit Khadijehs geteilter Aufmerksamkeit und will den Storch freilassen. Doch Khadijeh ist entschlossen, sich um das Tier zu kümmern, bis es vollständig genesen ist. Werden sowohl der Storch als auch Khadijehs Tochter ihren eigenen Weg in die Freiheit finden?

Kurzfilmprogramm

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2025

19 Min.

Kurdisch mit englischen Untertiteln

Regie: Seyed Payam Hosseini

Kurzfilm

So 24.05.2026, 20:00 Uhr

       Tickets

       Gasteig HP8 - Projektor

Blonde my Enchanting Color von Seyed Payam Hosseini

Zahra, ein 16-jähriges Mädchen, lebt in einer religiösen Familie. Die Einladung zur Geburtstagsfeier ihrer Freundin stellt sie vor eine große Herausforderung.

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2025

15 Min.

Arabisch mit englischen Untertiteln

Regie: Sherwan Haji

Kurzfilm

So 24.05.2026, 20:00 Uhr

       Tickets

       Gasteig HP8 - Projektor

My Name is Hope - Bild: ELO Film School Finland

In einem Gefängnis des syrischen Geheimdienstes wird ein Student durch die schmale Essensluke seiner Zelle Zeuge von Ereignissen, die die grausame Realität seines Landes widerspiegeln. Dennoch keimt Hoffnung auf, da die Gefangenen das schwächer werdende Licht des Widerstands in einer Welt aufrechterhalten, die sich entschieden hat, sie zu vergessen.

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2024

22 Min.

Kurdisch mit englischen Untertiteln

Regie: Azad Azizyan

Kurzfilm/Dokumentarfilm 

So 24.05.2026, 20:00 Uhr

       Tickets

       Gasteig HP8 - Projektor

Against Forgetting von Azad Azizyan

Against Forgetting erzählt die Geschichten von vier Protagonist:innen in Diyarbakir, einer Stadt in Nordkurdistan, vor dem Hintergrund politischer Unruhen. Im September 2016 setzte der türkische Präsident Zwangsverwalter ein, die gewählte Vertreter:innen in pro-kurdischen Gemeinden ersetzten und damit der lokalen Selbstverwaltung die Macht entzogen. Dennoch widmen sich die Beteiligten mit großer Hingabe dem Erhalt der kurdischen Kultur – durch Land, Körper, Essen und Musik. Im Verlauf ihrer Geschichten entfalten sich auf einer dramatischen Bühne epische Begegnungen zwischen Gut und Böse.

Veranstalter

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Kooperationspartner & Unterstützer

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